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IcoM-Projekt

Mediation in der EUREGIO


Mediation als ein Verfahren der Konfliktbearbeitung, in dem ein allparteilicher Dritter ohne eigene Entscheidungsgewalt Streitparteien auf dem Weg zu einer Einigung unterstützt, findet in den Niederlanden und Deutschland wachsende Verbreitung.
Die gängigen Konfliktlösungsverfahren einschließlich des Gerichtsverfahrens stoßen bei grenzüberschreitenden Konflikten häufig an ihre Grenzen. Sie sind zeitaufwendig, kostenintensiv und oftmals können die wahren Interessen der Konfliktparteien verfahrensbedingt nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Das Thema „Alternative Konfliktbewältigung“ ist einer der Schwerpunkte nordrhein-westfälischer und niedersächsischer Rechtspolitik geworden. Die Niederländer setzen seit mehreren Jahren erfolgreich Mediation ein. Die EU-Kommission hat im Sommer 2004 einen Verhaltenscodex für Mediatoren erstellt und die Vorteile von Mediationsverfahren betont. Von anderen Mediationsprojekten auf nationaler und europäischer Ebene unterscheidet sich das IcoM-Projekt, in dem erstmals auf grenzüberschreitende Besonderheiten eingegangen wird.

Im Rahmen eines people-to-people Antrages wird im IcoM-Projekt eine Machbarkeitsstudie am Beispiel eines aktuellen grenzüberschreitenden Konflikts erstellt. Die Studie verdeutlicht, ob und wie im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei crossborder Konflikten Mediation erfolgversprechend angewendet und implementiert werden kann.

KoLOS-Projekt Belm-Powe

KoLOS-Projekt

Im neuesten Mikroprojekt im Sanierungsgebiet Belm-Powe werden Konfliktlotsen unter der Leitung von Mediator und Rechtsanwalt Marcus C. Brinkmann qualifiziert. KoLOS heißt das Projekt - Konfliktlotsenqualifizierung im Quartier Belm-Powe.

Eine Gruppe engagierter Bewohnerinnen, Bewohner und von sozialen Akteuren qualifizieren sich zum Konfliktlotsen bzw. zur Konfliktlotsin. Sie wollen im Quartier Belm dazu beitragen, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten im Quartier einvernehmlich zu lösen.

KoLOS-Rosenplatzquartier

KoLOS - Pilotprojekt

Konfliktlotsenqualifizierung im Quartier Rosenplatz in Osnabrück.

Streit gibt es in den besten Familien und in der nettesten Nachbarschaft immer wieder mal. Aber was tun wenn im Treppenhaus oder auf dem Arbeitsplatz dicke Luft herrscht, wenn sich er Müll des Nachbarn im Hinterhof türmt oder es n der eigenen Familie Ärger gibt? Den Kopf in den Sand stecken, einen Streit vom Zaun brechen oder gar die Polizei holen? Nein.

20 Menschen, die im Rosenplatzquartier in Osnabrück leben oder arbeiten, haben sich im Frühjahr 2005 im Rahmen des Pilotprojektes KoLOS (Qualifizierung von Konfliktlotsen) von den Mediatoren Marcus C. Brinkmann und Enno Greift (Deutsche Gesellschaft für Mediation e.V.) zu Konfliktlotsen qualifizieren lassen. Die Neue Osnabrücker Zeitung und NDR Radio Niedersachsen berichteten ausführlich.

Das erfolgreiche Projekt hat zu einer besseren Konfliktkultur im Rosenplatz beigetragen. Das KoLOS-Projekt hat Vorbildcharakter für ähnliche Projekte beispielsweise in Belm-Powe oder in Oldenburg.

Wenn Sie ein ähnliches Projekt initiieren wollen oder weitere KoLOS-Informationen wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden!